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Ruth Hollederer – Diplom-Ökotrophologin und Heilpraktikerin

Essstörungen

Geht es Ihnen auch so?

Ihre Gedanken drehen sich nur um Essen oder Nicht-Essen? Um Nicht-Zunehmen und um Abnehmen? Sie wissen genau, dass Sie das jetzt nicht essen sollte, schieben es aber trotzdem rein? Sie nehmen sich immer wieder vor, nie wieder einer Fressattacke nachzugeben, tun es aber doch immer wieder? Oder Sie beschließen, das nächste Essen drin zu behalten, stecken sich aber wieder den Finger in den Hals? Hinterher plagt Sie Ihr schlechtes Gewissen, Sie fassen gute Vorsätze und halten Sie dann doch nicht ein? Ihre Freundinnen machen sich schon Sorgen, Sie könnten verhungern, Sie finden sich aber immer noch zu dick? Sie wissen genau, dass Ihr Verhalten Ihnen nicht gut tut, und tun alles, um es zu verheimlichen? Verhindert Ihr Essverhalten Dinge, die Sie sich von Herzen wünschen? Sie leiden vielleicht schon viele Jahre unter Ihrem Essverhalten, haben schon die ein oder andere Therapie durchlaufen, schaffen es aber trotzdem nicht, den Teufelskreis dauerhaft zu durchbrechen? Sie fühlen sich hilflos ausgeliefert und haben die Kontrolle über sich verloren? Dann leiden Sie wahrscheinlich an einer Essstörung.

Was würde es für Sie bedeuten…?

Wie würde es für Sie bedeuten, wieder die Kontrolle über sich und Ihr Essverhalten zu erlangen? Die unbegründete Angst zuzunehmen und dick zu werden dagegen einzutauschen, die Bedürfnisse Ihres Körpers wahrzunehmen und zu befriedigen? Wieder ein ganz natürliches Essverhalten zu haben? Was würde sich in Ihrem Leben ändern, wenn Sie die Heimlichtuerei und das schlechte Gewissen ablegen? Wie fühlt es sich an, wieder die Kontrolle über sich zu haben?

Ganz gleichgültig, ob Sie übergewichtig oder adipös sind oder an einer Essstörung leiden, es gibt für das Gedankenkarussell und Ihr Essverhalten tieferliegende Ursachen. In der Hypnosetherapie suchen wir diese Ursachen und lösen Sie dort auf, wo sie bestehen, im Unterbewusstsein. Das ermöglicht Heilung.

Es kann ein Leben ohne Essstörung geben – machen Sie den nächsten Schritt, rufen Sie mich gerne an oder kommen zu meiner Info-Veranstaltung.

 

Adipositas

Übergewichtige Frau mit dickem Hintern

Adipositas ist keine Essstörung im allgemeinen Sinn. Es handelt sich vielmehr um Übergewicht, meist als Folge einer Essstörung. Ein Mensch ist übergewichtig, wenn sein Gewicht in Relation zur Größe zu hoch ist. Oder anders ausgedrückt: Adipositas ist eine chronische Gesundheitsstörung, bei der übermäßig viel Fettgewebe im Körper angesammelt wurde.

Die Zahlen sind überaus erschreckend: So ist über die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland übergewichtig, fast ein Drittel sogar adipös, d. h. krankhaft übergewichtig, und sollte aus medizinischen Gründen Gewicht abnehmen.

Schon unter den Kindern und Jugendlichen sind ca. 15 % übergewichtig. Das heißt: 2011 waren hierzulande 1,9 Millionen der Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Verglichen mit den Referenzwerten von 1985 bis 1999 bedeutet das einen Anstieg um 50 %.

Rund 6 % der Kinder und Jugendlichen sind sogar adipös. Das bedeutet: rund 800.000 der 1,9 Millionen Mädchen und Jungen sind adipös. Dabei hat sich der Anteil adipöser Kinder und Jugendliche im Vergleich zu den Referenzwerten von 1985-1999 verdoppelt.

Der Anteil der übergewichtigen Kinder steigt mit dem Alter: So haben 9 Prozent der 3- bis 6-Jährigen zu viel Gewicht, bei den 7- bis 10-Jährigen bereits 15 Prozent, und bei den 14- bis 17-Jährigen schließlich 17 Prozent.  (Quelle: KIGGS Kinder und Jugend Gesundheitssurvey; www.kiggs-studie.de)

Alarmierend dabei ist, dass die Gruppe der adipösen und stark adipösen Menschen sowohl bei den Erwachsenen als auch den Kindern und Jugendlichen stetig wächst.

Ursachen

  • Überernährung (Fastfood, Fertiggerichte)
  • Geringeren Energieverbrauch durch Bewegungsmangel
  • Befriedigungs- und Belohnungsverhalten (Naschen)
  • Stoffwechselstörungen – Schlafmangel / Nachtarbeit
  • Lebensmittelunverträglichkeit
  • Nebenwirkung von Medikamenten (Kortison, Psychopharmaka, Antidepressiva)

Verstärkt werden diese Ursachen durch Werbung für kalorienreiche Lebensmittel wie z. B. Alkohol, Süßigkeiten, Fette, Fertiggerichte, Fast Food, Naschereien usw.

Folgen

Übergewicht und Adipositas machen krank, sie verursachen hohe Kosten für das Gesundheitssystem. Knapp 5 % aller Gesundheitsausgaben in den Industrieländern werden für die Behandlung von Adipositas und ihren Folgen aufgewendet.

Allgemeine Folgen:

  • Verstärktes Schwitzen
  • Kurzatmigkeit
  • Einschränkung der Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Einschränkung der Lebensqualität
  • Leiden unter den Reaktionen ihrer Umwelt.
  • Erhöhte Rate an Depressionen und Angststörungen
  • Verkürzten Lebenserwartung

Zudem begünstigen Adipositas und Übergewicht:

  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Linksherzvergrößerung, Arteriosklerose
  • Herzinfarkt, Schlaganfall
  • Gestörter Zuckerstoffwechsel bis hin zum Diabetes
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Verstärkte Blutgerinnung
  • Gicht, Wirbelsäulenkrankheiten, Arthrose
  • Gallenblasenerkrankungen, Fettleber, Refluxkrankheit
  • Demenz
  • Hormonstörungen (beispielsweise eingeschränkte Fruchtbarkeit)
  • Lungen- und Atemprobleme
  • Schlafapnoe
  • Krebs (beispielsweise Brustkrebs, Gebärmutterkrebs, Darmkrebs, Gallenblasenkrebs, Nierenkrebs)
  • Wundheilungsstörungen, erhöhtes Operations- und Narkoserisiko, erhöhte Komplikationsraten während der Schwangerschaft

Adipositas geht mit einer hohen Begleit- und Folgemorbididtät einher und erfordert ein langfristiges Behandlungs- und Betreuungskonzept.

Binge-Eating-Syndrom

Das Bing-Eating-Syndrom ist gekennzeichnet durch regelmäßige Fressattacken, bei denen ohne körperliches Hungergefühl große Mengen wesentlich schneller als normal gegessen werden. Die hohe Kalorienzufuhr wird nicht wie bei Bulimikern durch Gegenmaßnahmen wie Erbrechen, Hungern, exzessive körperliche Betätigung oder ähnliches ausgeglichen. Die Folge davon ist meist Übergewicht oder Adipositas, was aber nicht zwingend so sein muss.

Wie bei der Bulimie haben die Betroffenen das Gefühl, die Kontrolle über sich und das Essen verloren zu haben. Im Nachhinein treten Gefühle von Selbstekel, Deprimiertheit oder starker Schuld auf. Deshalb verschweigen Binge Eater in der Regel ihr gestörtes Essverhalten und sorgen dafür, dass sie dabei alleine sind. Zwischen den Heißhungerattacken wechseln kontrolliertes und unkontrolliertes Essverhalten ab. Es besteht in der Regel ein hoher Leidensdruck.

Obwohl die Binge-Eating-Störung die am weitesten verbreitete Essstörung ist, wird sie erst seit 1994 als eigenständige Essstörung beschrieben und ist auch am wenigstens erforscht.

Merkmale

  • Wiederholte unkontrollierbare, heimliche Essanfälle
  • Schnelles Verschlingen großer Mengen ohne körperliches Hungergefühl
  • Fessanfälle über sechs Monate an mindestens 2 Tagen in der Woche
  • Keine Kompensation der hohen Kalorienzufuhr
  • Gefühl es Kontrollverlustes
  • Gefühle von Selbstekel, Deprimiertheit, Schuld
  • Gestörtes Essverhalten zwischen den Anfällen: Abwechselnd kontrolliertes und unkontrolliertes Essverhalten und/oder unregelmäßige Ernährung,
  • Essen zum Stressabbau oder als Stimmungsaufheller
  • Nahrungsmittelmenge und Dauer pro Essanfall können stark variieren
  • Verbreitet unter normalgewichtigen als auch bei adipösen Patienten
  • Hoher Leidensdruck

Psychische Symptome

  • Körperschemastörung
  • Zwischenmenschliche Defizite
  • Wahrnehmungsstörungen bezüglich Hunger- und Sättigungsgefühl
  • Grübeln über Nahrungszufuhr, Figur und Gewicht
  • Angststörungen
  • Depressionen
  • Abhängigkeiten (Alkohol, Medikamente, Drogen)
  • Persönlichkeitsstörungen

Ursachen

  • Über die Ursachen von Binge-Eating gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.
  • Etwa die Hälfte der Betroffenen leiden oder litten unter Depressionen. Es ist nicht geklärt, ob die Esssucht die Depression hervorruft oder umgekehrt.
  • Auch der Zusammenhang zwischen Binge-Eating und Diäten ist noch nicht geklärt.
  • Emotionen wie Trauer, Langeweile, Angst, Ärger, Wut oder Stress können Essanfälle auslösen.

Bulimie

Die Bulimie ist gekennzeichnet durch regelmäßige Heißhungerattacken, bei denen in kurzer Zeit sehr viel Essen verschlungen wird. Die Betroffenen haben während einer solchen Fressattacke oft das Gefühl, die Kontrolle über sich und die Mengen, die sie essen, zu verlieren. Aus Angst zuzunehmen, lösen die Betroffenen nach einer Attacke Erbrechen aus, indem sie sich z. B. den Finger in den Hals stecken. Zwischen den Anfällen missbrauchen sie Abführmittel oder Appetitzügler, halten eine Art Dauerdiät ein oder übertreiben ihre körperlichen Aktivitäten. Es besteht eine krankhafte Angst dick zu werden und gleichzeitig ein Schamgefühl wegen des erlebten Kontrollverlustes.

Bulimische Frauen und Männer sind vom äußeren Erscheinungsbild eher schlank und meist sehr gepflegt, so dass kaum erkennbar ist, dass sie Hilfe brauchen.

Bulimie tritt häufiger bei Mädchen auf und meist gegen Ende des Jugendalters, so zwischen 18 und 20 Jahren.

Merkmale

  • Beginn meist bei junge Frauen zwischen 18 und 20 Jahren
  • Heißhungerattacken und Ergreifen von Gegenmaßnahmen
  • Dauernde Beschäftigung mit Essen
  • Krankhafte Furcht dick zu werden
  • Trotz schlanker Figur, Gefühl zu dick zu sein (gestörte Selbstwahrnehmung und/oder Körperschemastörung)
  • Gewichtsgrenze im Untergewichtsbereich
  • In der Regel großer Leidensdruck
  • BMI im unteren Normalbereich

Gegenmaßnahmen, um die Gewichtszunahme zu verhindern:

  • Selbst herbeigeführtes Erbrechen
  • Missbrauch von Abführmitteln
  • Zeitweilige Hungerperioden, Dauerdiät
  • Einnahme von Appetitzüglern, Schilddrüsenpräparaten, Entwässerungsmitteln
  • Übertriebene körperliche Aktivität
  • In der Vorgeschichte häufig Episoden der Magersucht

Ursachen

  • Emotionale Faktoren
  • Psychischer Stress
  • Unzufriedenheit mit der eigenen Person
  • Mangelndes Selbstwertgefühl
  • Starke Gefühle von Verlassenheit
  • Gesellschaftliche Faktoren, z. B. sehr großes Schlankheitsideal
  • Mobbing
  • Psychische Traumatisierungen wie sexueller Missbrauch oder Misshandlung

Folgen

  • Magenerweiterungen
  • Magenruptur
  • Entzündungen der Speiseröhre
  • Herzprobleme
  • Nierenschäden
  • Zahnschäden
  • Störungen des Elektrolyt-Haushaltes

Die häufigsten Begleiterkrankungen sind

  • Missbrauch von Alkohol, Drogen, Nikotin, Medikamenten
  • Autoaggressives Verhalten / selbstverletzendes Verhalten
  • Übertriebenes Geldausgeben, Frustkäufe, Kaufsucht, Ladendiebstahl
  • Soziale Isolation, Karrieredrang, Überanpassung an Gruppe/Familie
  • Depressionen und Minderwertigkeitsgefühle, große Unzufriedenheit mit sich selbst oder über die eigene Geschlechterrolle

Magersucht (Anorexia nervosa)

Die Magersucht ist eine psychische Störung aus dem Bereich der seelisch bedingten Essstörungen. Sie ist gekennzeichnet durch einen starken Gewichtsverlust, den die Betroffenen bewusst herbeiführen. Es besteht eine tief verwurzelte überwertige Angst, dick zu werden, und eine verzerrte Wahrnehmung der eigenen Figur. Magersüchtige legen eine sehr niedrige Gewichtsschwelle für sich selbst an, und obwohl sie auffallend dünn sind, empfinden sich aber auch dann noch als zu dick, wenn sie schon unter starkem Untergewicht leiden. Obwohl das Untergewicht lebensbedrohlich sein kann, empfinden viele keinen Leidensdruck. Zu wichtig ist Schlanksein für ihr Selbstwertgefühl.

Die Betroffenen reduzieren ihr Gewicht in erster Linie durch Hungern, Vermeiden bestimmter Lebensmittel und übertriebene sportliche Aktivität. Manche greifen zusätzlich zu Appetitzüglern, Abführmitteln, entwässernden Medikamenten oder führen selbst Erbrechen herbei.

Der Body-Mass-Index (BMI) liegt bei Magersüchtigen unter 17,5 bzw. das Körpergewicht mindestens 15 % unter dem erwarteten.

Am häufigsten betrifft die Magersucht Jugendliche im Altern zwischen 14 und 18 Jahren.

Merkmale

  • Beginn meist zwischen 14 und 18 Jahren
  • Bewusst herbeigeführte Abmagerung
  • Trotz Untergewicht, Gefühl zu dick zu sein
  • In der Regel geringer oder kein Leidensdruck
  • BMI unter 17,5

 Ursachen

  • Erbliche Disposition
  • Mangelndes Selbstwertgefühl
  • Gesellschaftliche Faktoren, z. B. sehr großes Schlankheitsideal
  • Mobbing
  • Psychische Traumatisierungen wie sexueller Missbrauch oder Misshandlung

Folgen

Die starke Abmagerung und starke Unterernährung führt häufig auch zu körperlichen Symptomen:

  • Verlangsamter Puls/Herzschlag
  • Niedriger Blutdruck
  • Veränderungen bei Erregung des Herzmuskels
  • Herzrhythmusstörungen, worauf ein plötzlicher Herztod folgen kann
  • Ausbleiben der Monatsblutung
  • Verlust von sexuellem Verlangen und Potenz
  • Unfruchtbarkeit – Osteoporose mit erhöhtem Risiko auf Knochenbruch
  • Zahnerosionen durch Magensäure, Karies
  • Chronische Verstopfung, Magenkrämpfe, Übelkeit, Nierenversagen, Blasenschwäche
  • Eiweiß- und Mineralienmangel
  • Wachstum von Lanugohaaren (Haarflaum der normal den Fetus im Bauch der Mutter bedeckt)
  • Verzögerte Entwicklung
  • Verlangsamter Stoffwechsel und dadurch hohe Kälteempfindlichkeit

Sonstige

Darunter fallen alle Essstörungen, die sich nicht eindeutig der Magersucht, der Bulimie oder dem Binge-Eating-Syndrom zuordnen lassen. Dies kann der Fall sein, weil entweder nicht alle Kriterien eines Krankheitsbildes erfüllt werden oder weil Kriterien mehrerer Krankheitsbilder gemeinsam auftreten. So können beispielsweise alle Symptome eines Binge-Eating-Syndroms vorhanden sein, die Heißhungerattacken treten aber weniger als zweimal pro Woche auf.

Auch der psychogene Appetitverlust (z. B. kein Hunger bei Trauer) wird zu den sonstigen Essstörungen gerechnet ebenso wie die Pica-Störung (essen ungenießbarer Substanzen oder Gegenstände)

Verharmlosen sollte man diese Essstörungen nicht. Es kann sich auch in diesem Fall um eine behandlungsbedürftige Essstörung handeln.

Wenn Sie gerne wieder die Kontrolle über sich und Ihr Essverhalten bekommen möchten, rufen Sie mich gerne an oder kommen zu meiner Info-Veranstaltung.

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