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Ruth Hollederer – Diplom-Ökotrophologin und Heilpraktikerin

Schlafstörungen

Gesunder Schlaf

Viele Menschen glauben, gesunder Schlaf bedeute, ins Bett zu gehen, sofort einzuschlafen und am nächsten Morgen erholt und ausgeruht wach zu werden. Tatsächlich ist gesunder Schlaf aber dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe des Schlafes innerhalb eines Zykluses schwankt. So gibt es Phasen ganz tiefen Schlafes und Phasen, die nahe des Wachseins ablaufen. Dazwischen befindet sich die Phase, in der wir träumen. Ca. 4 – 6 solcher Zyklen durchlaufen wir jede Nacht.

Wann liegt eine Schlafstörung vor?

Von einer Schlafstörung, der Fachausdruck lautet Insomnie, spricht man, wenn sie mehr als 2 x pro Woche auftritt. Tagsüber fühlen sich Betroffene ausgelaugt, können sich schwer konzentrieren und neigen dazu, ungewollt einzuschlafen.

Schlafstörungen sollten immer ernst genommen und abgeklärt werden, wenn sie vom Betroffenen als krankhaft empfunden werden und Ursache körperlicher oder seelischer Beeinträchtigungen sind.

Arten von Schlafstörungen

Man unterscheidet nach der Dauer akute, subakute oder chronische sowie Ein- oder Durchschlafstörungen:

  • Akut: Dauer 4 Wochen oder weniger
  • Subakut: Dauer mehr als 4 Wochen, aber weniger als 6 Monate
  • Chronisch: Dauer 6 Monate oder mehr

Einschlafstörungen

Kennen Sie das? Sie sind hundemüde, aber sobald Sie im Bett liegen, gehen Ihnen tausend Dinge durch den Kopf? Die Schulprobleme Ihres Kindes, die drohende Nebenkosten-Nachzahlung, der Streit mit Ihrem Kollegen, die Krankheit Ihrer Mutter, wie Sie den hohen Krankenstand in Ihrer Abteilung ausbügeln, die Angst, morgen unausgeschlafen auf der Arbeit Fehler zu machen.

Meistens kommt es zu Einschlafstörungen, wenn zwar das Licht, nicht aber die sorgenvollen Gedanken und Grübeleien ausgeschaltet werden können. Probleme, Sorgen, Stress, Konflikte, belastende Ereignisse werden mit ins Bett genommen, machen unruhig und verhindern das Einschlafen.

Bei Erwachsenen mittleren Alters spricht man von einer Einschlafstörung, wenn sie mehrmals pro Woche mehr als 30 Minuten brauchen, um einzuschlafen.

Durchschlafstörungen

Geht es Ihnen auch so? Sobald Sie nachts wach werden, schießen Ihnen die gleichen Gedanken, Grübeleien und Sorgen, die schon das Einschlafen verhindert haben, in den Kopf und halten Sie wach? Und umso mehr Sie sich zwingen wollen, endlich wieder einzuschlafen, desto wacher sind Sie?

Von einer Durchschlafstörung spricht man dann, wenn Sie über einen längeren Zeitraum mehrmals in der Nacht wach werden und nicht mehr einschlafen können. Das Problem besteht dabei nicht im Wach-werden, da es zum normalen Schlafzyklus gehört, sondern im Nicht-mehr-Einschlafen-Können.

Weitere mögliche Ursachen für Schlafprobleme

Organische Erkrankungen: Lassen Sie eine organische Erkrankung unbedingt von einem Arzt ausschließen, wenn Sie an einer Schlafstörung leiden.

Verselbstständigte Schlafstörung: Die Ursache liegt so weit zurück, dass sie nicht mehr erkennbar ist.

Umwelteinflüsse: Lärm, Licht, Mond, Elektrosmog, schnarchender Partner, Wasseradern usw.

Verhaltensgewohnheiten: Einnicken vor dem Fernseher, Lesen im Bett, Ausschlafen am Wochenende usw.

Alkohol, Drogen, Medikamente: Beeinflussen in der Regel die Schlafqualität.

Vererbung: Spielt eher eine untergeordnete Rolle.

Sie sind nicht alleine

Wer unter Schlafstörungen leidet, hat oft das Gefühl, er wäre der Einzige, der sich durch die Nacht quält, während alle anderen gut schlafen. Wenn sie von einer weiteren Nacht berichten, in der sie mal wieder wach gelegen haben, reagieren Freunde, Arbeitskollegen, ja sogar selbst der Partner mit Tipps wie z. B. „Du musst dich mehr entspannen“, „Trink doch mal ein Glas Wein am Abend“ oder „Schalt halt einfach mal ab“. Deshalb ziehen es viele Betroffene resigniert vor, gar nicht über ihre Schlafprobleme zu berichten. Häufig erfährt nicht einmal der Hausarzt, dass sein Patient darunter leidet.

Allerdings täuscht der subjektive Eindruck, dass alle anderen gut schlafen könnten, nur man selber nicht. Wissenschaftliche Untersuchungen in vielen westlichen Ländern zeigen:

  • Etwa jeder 3. Erwachsene leidet gelegentlich unter Ein- oder Durchschlafstörungen.
  • Bei etwa jedem 10. Erwachsenen liegt aber bereits eine chronische Schlafstörung vor, durch die er sich in seiner Stimmung und Leistungsfähigkeit am Tage erheblich beeinträchtigt fühlt.

Somit zählen Schlafstörungen (neben Kopfschmerzen) zu den häufigsten psychosomatischen Beschwerden.

Folgen von Schlafstörungen

Menschen mit Schlafstörungen befinden sich oft in einem solchen Teufelskreis:

Körper und Geist brauchen ausreichende Ruhephasen, um zu funktionieren. Leidet die Schlafqualität, leiden sowohl die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit als auch die Gesundheit.

Die Wahrscheinlichkeit eines Verkehrsunfalls erhöht sich bei chronischen Insomniepatienten, um das 2,5-fache. Die Wahrscheinlichkeit eines Arbeitsunfalls ist sieben Mal höher als bei Menschen ohne Schlafstörung.

Auch das Immunsystem ist im Schlaf um ein Vielfaches effektiver. Eine Wundheilung findet nur während der Tiefschlafphase statt. Umgekehrt steigt die Gefahr, sich einen Infekt einzuhandeln um das Dreifache, wenn man unter Schlafstörungen leidet.

Die Behandlung von Schlafstörungen mit Hypnose

Die Behandlung von Schlafstörungen verbessert die Lebensqualität dramatisch und sorgt für den Erhalt von Leben und Gesundheit.

Einschlafstörungen

Einschlafstörungen lassen sich sehr gut mit Hypnose und Selbsthypnose in den Griff bekommen. Die hypnotische Trance ist dem Zustand kurz vor dem Einschlafen ziemlich ähnlich, Körper und Geist sind tief entspannt. Und in diesem tief entspannten Zustand auch Sie Ruhe und können endlich all Ihre Sorgen loslassen.

Damit es Ihnen gelingt, auch zu Hause in diesen tiefen Entspannungszustand zu gelangen, wird in der Hypnose ein Auslösereiz gesetzt, den Sie z. B. beim Zubettgehen für sich nutzen. Zusätzlich können Sie sich in der Selbsthypnose schlaffördernde, positive Suggestionen geben, die Sie schnell einschlafen und am Morgen erholt und voller Tatendrang aufwachen lassen. So etabliert sich meist innerhalb weniger Tage und Wochen ein neues gesünderes Schlafmuster.

Durchschlafstörungen

Während Einschlafstörungen meist durch Suggestionen in Selbsthypnose oder innerhalb einer einzigen Hypnosesitzung beseitigt werden können, liegen bei Durchschlafstörungen oder vorzeitigem Erwachen am Morgen die Ursachen der Schlafstörungen tiefer.

Häufig handelt es sich um verdrängte, unterschwellig Konflikte oder Traumata. Hier kann die Hypnosetherapie helfen, die Ursachen Ihrer Schlafstörung aufzudecken und aufzulösen. Dazu sind möglicherweise 2 – 4 zusätzliche Hypnosesitzungen erforderlich.

Im Schlaf erholt sich Ihr Kind!

Ihr Kind schläft nicht durch, kommt oft zu Ihnen ins Bett, weil es „nicht schlafen kann“ und gibt eventuell vor, Angst zu haben? Oder Ihr Kind wacht schreiend und durchgeschwitzt auf? Das Unterbewusstsein verarbeitet im Schlaf Erlebtes und ist verantwortlich für den gesamten Schlafprozess. Durch direkte hypnotische Suggestionen kann dieser Schlafprozess optimiert werden.

Was Sie selbst tun können

Für einen erholsamen Schlaf ist es sinnvoll, sich an die sogenannten schlafhygienischen Regeln zu halten:

  • Trinken Sie nach dem Mittagessen keine koffeinhaltigen Getränke mehr.
  • Vermeiden Sie Alkohol und setzen sie ihn keinesfalls als Schlafmittel ein.
  • Verzichten Sie auf Appetitzügler.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig.
  • Verringern Sie allmählich Ihre geistige und körperliche Anstrengung vor dem Zubettgehen.
  • Führen Sie ein persönliches Einschlafritual ein.
  • Sorgen Sie im Schlafzimmer für eine angenehme Atmosphäre.
  • Eliminieren Sie Störfaktoren so weit möglich.
  • Schauen Sie in der Nacht nicht auf den Wecker.
  • Gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie müde sind.
  • Gehen Sie möglichst immer zur gleichen Zeit schlafen.
  • Stehen Sie möglichst immer zur gleichen Zeit auf.
  • Verzichten Sie auf das Mittagsschläfchen.
  • Schlafen oder Dösen Sie nicht vor dem Fernseher. Wenn Sie müde sind, gehen Sie ins Bett.
  • Nutzen Sie das Bett nur zum Schlafen, nicht zum Lesen, Diskutieren oder Wach-Liegen.

Sehnen Sie sich nach erholsamem Schlaf und einem frischen Start in den Tag? Dann rufen Sie mich gerne an.